Demokratiebildung: Kinder entscheiden von Anfang an mit
Kinder gestalten Zukunft
Was gibt es zum Mittagessen? Wann ist Barfußtag? Und welches neue Spielgerät soll für den Turnraum angeschafft werden? In unserem Fröbel-Kindergarten sind das keine Fragen, die allein von Erwachsenen entschieden werden – denn bei uns gestalten Kinder ihren Alltag aktiv mit. Wir nennen das Partizipation – und sie ist fester Bestandteil unserer pädagogischen Haltung.
Was bedeutet Partizipation bei uns in der Kita?
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Kinder entscheiden mit: z. B. beim Essen, Spielen oder bei Anschaffungen
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Beteiligung an Alltagsfragen – vom Tagesablauf bis zu Regeln im Garten
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Förderung von Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsgefühl
Gelebte Demokratie im Kita-Alltag
In unserer Einrichtung erleben Kinder Teilhabe ganz konkret: Sie entscheiden mit, was auf den Speiseplan kommt. Sie stimmen darüber ab, welche Regeln im Garten gelten. Und sie wählen gemeinsam aus, welches Spielmaterial neu angeschafft wird. Ob im freien Spiel oder im Rahmen eines Kinderparlaments – Kinder erfahren, dass ihre Meinung zählt.
- Kinderparlamente: Regelmäßige Treffen, bei denen Kinder gemeinsam beraten und entscheiden
- Abstimmungen im Alltag: z. B. über Essenspläne oder besondere Projekttage
- Mitgestaltung von Regeln: Kinder entwickeln gemeinsam Regeln für Garten oder Turnraum
Partizipation ist ein Kinderrecht
Im Leitbild von Fröbel sind die Rechte von Kindern fest verankert – dazu gehört auch das Recht auf Beteiligung. Wir verstehen Demokratiebildung nicht als einmaliges Projekt, sondern als gelebte Kultur. Auch die Jüngsten dürfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitentscheiden. So lernen sie früh, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
Einblick: Das Kinderparlament in Aktion
Einmal pro Woche tagt das Kinderparlament in vielen unserer Einrichtungen. Gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften besprechen die Kinder dort aktuelle Themen, Probleme oder Wünsche.
So wurde zum Beispiel diskutiert, wie das Spielen auf der Rutsche im Sommer sicherer werden kann. Die Kinder beschlossen gemeinsam: „Keine Spielsachen auf der Rutsche!“ – eine Entscheidung, die aus ihrer eigenen Erfahrung heraus getroffen wurde.
Auch die Planung besonderer Tage wie Barfußtag und Fahrzeugtag wurde demokratisch gestaltet. Nach einer gemeinsamen Abstimmung entstand ein Wochenplan, der für alle nachvollziehbar und sicher ist.
Ich hab gesagt, dass die Rutsche zu heiß ist – dann haben wir das in der Runde besprochen.
– Kind aus dem Kinderparlament
Fachkräfte als Begleitpersonen
Unsere pädagogischen Fachkräfte schaffen Räume, in denen Kinder ihre Stimme finden und entwickeln können. Sie hören zu, nehmen Perspektiven ernst und unterstützen Kinder darin, ihre Anliegen zu formulieren. Dabei geht es nicht nur um Entscheidungen, sondern auch um den respektvollen Umgang miteinander und um das Verstehen von Regeln und Grenzen.
Demokratie lernen – für ein starkes Miteinander
Demokratiebildung in der Kita stärkt Kinder in ihrer Persönlichkeit und fördert wichtige soziale Kompetenzen wie Empathie, Verantwortungsgefühl und Konfliktfähigkeit. Kinder lernen bei uns nicht nur für sich selbst zu sprechen, sondern auch zuzuhören – und Kompromisse zu finden. So legen wir gemeinsam die Grundlage für ein friedliches, gerechtes und freies Miteinander.